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    Vanadium Resources hat eines der hochgradigsten Vanadium-Vorkommen der Welt in Südafrika entwickelt und steht nun davor, einen Abnahmevertrag sicherzustellen und die Entscheidung für den Minenbau zu treffen. Mit Matrix Resources führt das Unternehmen aktuell Verhandlungen über einen Abnahmevertrag. Damit sollte die Aktie des australischen Rohstoff-Developer vor einer Neubewertung stehen.

    Ohne Speicher keine Energiewende

    Energiespeicher sind eine der wichtigsten Mittel, damit die Energiewende in Deutschland gelinkt. Es gilt zum einen Energie zu speichern, die aus Windkraftanlagen und per Solarparks gewonnen wird, denn diese steht nicht immer dann zur Verfügung, wenn sie benötigt wird. Zum anderen werden Energiespeicher eingesetzt, um die Strominfrastruktur zu stabilisieren. Dies dürfte umso mehr gelten, je weiter die Elektrifizierung des Verkehrs in Deutschland stattfindet. Hierzulande steckt der Einsatz von Energiespeichern allerdings noch in den Kinderschuhen.

    Energiespeicher-Boom in China beginnt

    In anderen Ländern wie China oder Australien wird dagegen jetzt schon massiv auf diese Speicher gesetzt. Einige Projekte wurden bereits im vergangenen Jahr in Betrieb genommen. Dazu zählt auch ein 100 MW/400MWh -Vanadium-Flow-Batteriesystem, dass in der Stadt Dalian ans Netz ging. Eine 250 MW/1 GWh-Anlage wird seit dem Herbst 2022 in Yili im Nordwesten Chinas gebaut und soll demnächst ans Netz angeschlossen werden. In China wie in Australien wird dabei auf Vanadium Redox-Flow Batterien als Energiespeicher für große Parks gesetzt.

    Vanadium Redox-Flow Batterien: Die Lösung für Wind und Solar

    Vanadium Redox-Flow Batterien haben dabei mehrere große Vorteile gegenüber Lithium-Ionen-Technologien. Während mit diesen vorwiegend auf Produkte mit einer Nutzungsdauer von wenigen Jahren gesetzt wird, wie beispielsweise Elektroautos, Laptops oder Smartphones, eignen sich die Vanadium-Speicher für langlaufende Anlagen und weisen eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren auf. Sie können bis zu 20.000-mal aufgeladen werden – ohne Leistungsverlust. Dabei haben sie als chemischer Energiespeicher noch einen großen Vorteil gegenüber den Lithium-Ionen-Batterien. So sind die Vanadium Redox-Flow Batterien wesentlich sicherer im Betrieb, da der Elektrolyt aufgrund des hohen Wasseranteils nicht brennbar oder explosiv ist. Zudem haben Lithium-Ionen-Batterien einen Nachteil: Sie verlieren Kapazität beim Aufladen, bei niedrigen Temperaturen und im Laufe der Zeit. Das kann jeder selbst am Akku seines Laptops überprüfen, der alle paar Jahre ausgetauscht werden muss. Für langlebige Anwendungen wie Windkraftanlagen oder Solarparks sind Lithium-Ionen-Batterien daher nicht die erste Wahl. Dank der Speicher kann die gewonnen Energie gespeichert und genau dann abgegeben werden, wenn sie benötigt wird.

    Hohes Wachstum bei Erneuerbaren Energien

    Wie dynamisch sich der Markt für Energiespeicher entwickeln kann, können Anleger an der Entwicklung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien sehen. Die USA sind hier der Nachzügler, kommen aber dank des Förderprogramms der Regierung in Washington nun aber voran. Deutschland und Europa waren hier lange führend. Inzwischen aber zeigt sich in China die größte Dynamik. Wie Bloomberg jüngst berichtete, zeigt der jüngste Fünfjahresplan der Kommunistischen Partei seine Wirkung. So werden allein in diesem Jahr in China geschätzte 154 GW an Kapazität installiert. Das ist mehr als die gesamte installierte Leistung in den Vereinigten Staaten überhaupt. Und es zeigt, dass Beijing es mit seinen Klimazielen ernst meint.

    Vanadium: Ein noch weitgehend unentdeckter Rohstoffmarkt

    Allerdings ist für Vanadium Redox-Flow Batterien auch jede Menge Vanadium nötig. Dieses Metall mit der Ordnungszahl 23 steht noch nicht im Bewusstsein von Öffentlichkeit und Investoren und gilt als Nische. Dabei ist Vanadium auch Teil der der Zusammenstellung der kritischen Metalle des US Geological Survey (USGS). Der Zusatz des stahlgrauen, leicht bläulichen Metalls führt in Chrom-Vanadium-Stählen zu einer Erhöhung der Zähigkeit und damit zu einer größeren Widerstandsfähigkeit des Endprodukts Stahl. Etwa 85 bis 90 Prozent der weltweiten Produktion landet heute in diesem Sektor. Das klingt auf den ersten Blick wenig spannend. Doch mit dem Einsatz in Energiespeichern gewinnt der Markt an Dynamik.

    Russland und China dominieren den Markt

    Auch die ersten Research-Häuser sehen eine große Nachfragewelle auf den Markt zukommen. Der Bedarf der Erneuerbaren Energien soll bis 2025 rund 15 bis 25 Prozent der globalen Produktion von Vanadium ausmachen. Das sind starke Wachstumszahlen. Dabei ist die Abhängigkeit der westlichen Industrieländer hier allerdings besonders groß. Laut Daten des USGS stammen etwa 78 Prozent der globalen Produktion von Vanadium aus China und Russland. Die Vereinigten Staaten und Europa haben keine bekannten, ausbeutbaren Reserven und keinerlei eigene Produktion. Aktuell dient vor allem Südafrika als wichtiger Lieferant für die westlichen Staaten. Dabei gibt es im Prinzip genug Vanadium auf der Erde, allerdings nur selten in hoher Konzentration, so dass sich ein Abbau in den meisten Fällen nicht lohnt.

    Vanadium Resources auf der Pole Position

    Vanadium Resources hat sich in diesem wichtigen Nischenmarkt eine Pole Position gesichert. Das australische Unternehmen entwickelt das Steelpoortdrift-Projekt in Südafrika. Hierbei handelt es sich um das größte, in Entwicklung befindliche Vanadium-Vorkommen der Welt. Schon vor mehr als zehn Jahren hatte Vanadium Resources in diesem Bushveld Mining-Komplex nach Vanadium gesucht. Im Fokus standen dabei Liegenschaften, auf denen sich früher Bergwerke befanden.

    Attraktive Kennzahlen bei geplanter Produktion

    Das Unternehmen wurde fündig und hat inzwischen den risikoreichen Status eines Explorers hinter sich gelassen und die Entwicklung des Vorkommens vorangetrieben. So legte das Unternehmen im Oktober 2022 die endgültige Machbarkeitsstudie, die sogenannte Definitive Feasibility Study (DFS), für das Projekt vor. Sie bildet die Grundlage für den Bau der geplanten Mine. Demnach bestätigt diese DFS das Potenzial von Steelpoortdrift, zu einem kostengünstigen Vanadiumlieferanten zu werden. Der Net Present Value (NPV) des Projekts kommt auf stattliche 1,212 Mrd. US-Dollar. Insgesamt soll dort vorerst über 25 Jahre ein jährlicher Free Cashflow von 152 Mio. US-Dollar erwirtschaftet werden. Der IRR nach Steuern beträgt vergleichsweise hohe 42 Prozent. Im Bergbau gelten schon Projekt mit einem Wert von 30 Prozent als gut. Die Investitionskosten in Höhe von 211 Mio. US-Dollar können somit binnen 27 Monate zurückverdient werden. Noch dazu kann die Lebensdauer der Mine deutlich, und zwar um zusätzliche 67 Jahre, verlängert werden. Sobald der Betrieb läuft, soll zudem eine Erweiterungsinvestition über 188 Mio. US-Dollar in den Jahren drei bis fünf durchgeführt werden, die das Unternehmen aus dem freien Cashflow finanzieren will. Bei den Produktionskosten wird mit 3,24 US-Dollar je Pfund Vanadiumpentoxid (V2O5) gerechnet. Die Berater von Deloitte erwarten, dass der Preis in den kommenden Jahren bei durchschnittlich 9,50 US-Dollar je Pfund liegen werde. Analysten erwarten aber, dass die Preise aufgrund der steigenden Nachfrage in den kommenden Jahren deutlich höher stehen könnten.

    Hochgradiges Vorkommen und gute Infrastruktur

    Diese guten Finanzkennzahlen sind eine Folge des hochgradigen Vorkommens, aber auch der guten Infrastruktur in dieser Region nordöstlich der Metropole Johannesburg. Die Liegenschaft befindet sich mitten im Bushveld Komplex. Rund um das Gelände von Vanadium Resources sind somit Stromleitungen vorhanden. Zehn Kilometer südlich des Projekts wurde 2014 zudem der De Hoop-Damm fertiggestellt. Er verbessert die Wasserversorgung in dieser Gegend für Haushalte wie Industrie gleichermaßen. Rund um das Projekts befinden sich zudem geteerte Straßen, die einen problemlosen Zugang und nach Baufertigstellung auch einen Abtransport des Erzes ermöglichen. Nicht zuletzt ist der Bushveld Komplex auch an das Schienennetz am Kap angeschlossen. Vanadium Resources profitiert zusätzlich davon, dass es in dieser Region bereits zwei Vanadium-Minen gibt und Südafrika ohnehin das größte technologische Know how für den Abbau und die Verarbeitung des Metalls besitzt. Dementsprechend befinden sich hier viele Dienstleister und ausreichend versierte Arbeitskräfte. Nicht zuletzt bemüht sich Vanadium Resources, den CO2-Fußabdruck klein zu halten. So hat man bereits eine Vereinbarung mit DRA Global für eine nachhaltige Energiezufuhr zur Mine geschlossen. Die geplante Solaranlage soll die Emissionen des Betriebs um mehr als ein Drittel senken.

    Nächster Schritt: Finanzierung des Minenbaus

    Im Fokus des Managements steht nun die Finanzierung der nötigen 211 Mio. US-Dollar für den Minenbau. Hierzu hat Vanadium Resources unter anderem einen Londoner Kreditspezialisten Beauftrag, der viel Erfahrung bei Projektfinanzierungen in Afrika hat.

    Allerdings will Vanadium Resources eine allzu starke Verwässerung der bestehenden Aktionäre vermeiden und daher nicht nur mit viel Fremdkapital arbeiten, wie es in der Branche üblich ist. Vielmehr soll den Investoren für den Bau der Vanadium-Mine ein Offtake-Partner präsentiert werden. Dabei wird ein Teil der Produktion vorab an einen Verarbeiter verkauft, im Gegenzug finanziert der Teile des Minenbaus.

    Vanadium Resources: Interessenten für Off-Take

    Eine erfolgreiche Meldung hierzu veröffentlichte Vanadium Resources im Frühling 2023. So steigt das Unternehmen Matrix Resources bei den Australiern ein. Die Chinesen, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Zhejiang Lygend Investment Limited, hat 5,91 Mio. Australische Dollar investiert und hält nun e9,99 Prozent der Aktien von Vanadium Resources. Je Aktie zahlte Matrix Resources 0,11 Australische Dollar und damit einen Aufschlag von gut 40 Prozent zum aktuellen Aktienkurs. Die Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen zielt aber auch auf das Vorkommen. Demnach kann Matrix Resources zeitlich befristet und exklusiv mit Vanadium Resources über eine Abnahmevereinbarung, ein sogenanntes Off-Take, verhandeln. Konkret möchte sich der neue Aktionär 40 Prozent des Materials aus der geplanten Minenproduktion (Phase I) für einen Zeitraum von zehn Jahren sichern.

    Der Zufluss von Kapital aus dem Einstieg der Chinesen und eine mögliche Abnahmevereinbarung wären für Vanadium Resources die solide Basis, um eine Finanzierung der Mine bei Banken zu erhalten. Denn mit einer verbindlich vereinbarten Lieferung von Vanadium sind auch die Geldströme gesichert. In den kommenden Monaten wird mit dem Abschluss einer solchen, verbindlichen Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen gerechnet.

    Vanadium Resources: Aktie steht vor Neubewertung

    Nun stehen also für Vanadium Resources zwei Meilensteine auf der Agenda. Zum einen gilt es, eine verbindliche Abnahmevereinbarung mit Matrix Resources zu verhandeln. Zum anderen wird parallel an einer Finanzierung des Minenbaus gearbeitet. Spätestens dann sollte die Aktie vor einer Neubewertung stehen. Aktuell kommt das Unternehmen auf einen Börsenwert von rund 40 Mio. Australische Dollar. Das sind umgerechnet etwa 25 Mio. Euro. Seit dem Corona-Tief im März 2020 ist die Aktie kontinuierlich gestiegen, spiegelt aber noch lange nicht die Chancen wider. So werden Unternehmen nach Vorlage einer Machbarkeitsstudie oft mit 30 des NPV bewertet. Bei Nischenmetallen sind das eher 10 Prozent. Unterstellt man diesen Wert, müsste Vanadium Resources mindestens auf eine Marktkapitalisierung von 120 Mio. US-Dollar kommen, also fast dem Fünffachen des heutigen Werts. Hier steckt auch das Potenzial für Investoren. Zum einen kann man mit Vanadium Resources auf einen langanhaltenden Trend hin zu Energiespeichern setzen. Zum anderen erlaubt das aktuell schwierige Marktumfeld einen günstigen Einstieg.

    Vanadium Resources
    ISIN: AU0000053522
    WKN: A2PPPU
    vr8.global/
    Land: Australien / Südafrika

    Dieser Artikel beinhaltet Aussagen von Vanadium Resources bezüglich der Ressourcen auf den Projekten des Unternehmens. Details dazu finden Sie auf der Webseite des Unternehmens sowie bei den Regeln zu börsennotierten Unternehmen an der ASX sowie den Vorgaben der JORC-Regelung aus dem Jahr 2012.

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    Dr. Reuter Investor Relations – „Vanadium Resources: Neubewertung in Aussicht – Abnahmevertrag und Minenbau-Entscheidung in greifbarer Nähe“

    wurde veröffentlicht am 15. Juni 2023 in der Rubrik Allgemein
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