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    Wie Unternehmer ideale Mitarbeiter finden und halten, fordern und fördern. Mit den Mitarbeitern steht und fällt ein Unternehmen.

    BildWer optimales Personal besitzt, verfügt über einen unschlagbaren Erfolgsfaktor. Doch wie zieht man heutzutage die richtigen Teammitglieder an – und vor allem: Wie hält man sie im Unternehmen? Das Business-Duo Simone und Jochen Stargardt hat sich dieser Frage einmal intensiver gewidmet und die besten Strategien in einem praxisnahen Ratgeber zusammengeführt. Sie sind immer einen Tick freundlicher, servicebereiter und gebildeter als der Durchschnitt der Mitarbeiter im Handel. Denn sie sind sich dessen bewusst, dass es am Ende der Kunde ist, der ihr Gehalt bezahlt. Sie besitzen hervorragende Fachkenntnisse, bringen Höchstleistungen und sind im Kundenkontakt geduldig. Was klingt wie der perfekte Mitarbeiterstab, trifft auf das Team der Firma Tegut zu. Der Lebensmittelhändler hebt sich in Sachen Kundenzufriedenheit von den Mitbewerbern deutlich ab. Grund dafür sind die Angestellten, die einen durchweg positiven Eindruck hinterlassen. Was aber ist das Geheimnis? „Die Menschen entwickeln sich, wenn sie hier im Unternehmen sind – und damit entwickelt sich auch das Unternehmen“, erklärt Tegut-Vorstandsvorsitzender Thomas Gutberlet. Das gelte für Verkäufer, Kaufleute, Betriebswirte, Logistiker, Bäcker, Fleischer und Köche gleichermaßen. Auch ein hoher Prozentsatz der Azubis bleibe als fester Bestandteil im Team. „Unser Motto lautet: arbeitend lernen und lernend arbeiten.“ Bei Tegut werden die Arbeitssituationen als Herausforderung gestaltet. Gleichzeitig fühlen sich die Mitarbeiter sich nicht selbst überlassen, vielmehr werden ihre Potenziale permanent gefördert. Das Unternehmen schafft es immer wieder, die richtigen Mitarbeiter anzuziehen und sie im Sinne des Betriebes zu entwickeln. Kaum verwunderlich also, dass Tegut regelmäßig einen der begehrten Plätze unter den Top 50 der besten Arbeitgeber in Deutschland belegt. Der Kreislauf ist simpel: Jedes Unternehmen möchte die besten Mitarbeiter beschäftigen. Und ein engagierter Arbeitnehmer will bei den Besten der Branche mitarbeiten. Ein Erfolgsprinzip, von dem alle Seiten nur profitieren können. „Es geht darum, die richtigen Weggefährten zu finden„, erklärt Jochen Stargardt. Gemeinsam mit seiner Frau Simone hat er namhafte und erfolgreiche Unternehmen analysiert und dabei herausgefunden: „Wer sich mit Menschen umgibt, die ähnliche Ziele verfolgen, kommt selbst schneller ans Ziel.“ Nur wenn die Mitstreiter zusammenpassten, könne ein Unternehmen auch Bäume ausreißen – ansonsten sei sehr schnell die Existenz gefährdet. Denn die Mitarbeiter sind im Kontakt nach außen das Gesicht der Firma. Ein einzelner unpassender, weil unmotivierter oder schlecht gelaunter Angestellter kann das Image und den guten Ruf umstandslos ruinieren. Der Einfluss der Mitarbeiter auf die Qualität der Kundenbeziehung ist nicht zu unterschätzen: Es braucht oft Monate, um Stammkunden zu gewinnen – und nur Minuten, um sie wieder zu verlieren. Gerade dann, wenn gleichgültige oder nicht kundenorientierte Mitarbeiter agieren, verschwinden Kunden auf Nimmerwiedersehen. Erst recht in Zeiten des Internets kann eine schlechte Beurteilung weite Kreise ziehen. Eine eingespielte Mannschaft, die gemäß der Firmenphilosophie agiert, ist daher das A und O. Jochen Stargardt: „Für ein Unternehmen bedeuten die richtigen Mitarbeiter nicht viel – sondern alles!“ Dass viele Unternehmen künftige Teammitglieder ausschließlich an Qualifikation, Fachkenntnissen und Erfahrungen messen, ist daher kaum nachvollziehbar. „Bei den meisten Auswahlprozess werden persönliche Motive des Anwärters außen vor gelassen“, beklagt Simone Stargardt. Dabei zähle auch die Persönlichkeit des Jobanwärters als Einstellungskriterium. „Die persönlichen Merkmale müssen in den Fokus rücken!“ Welcher Bewerber sucht eine neue Herausforderung – und welcher nur einen neuen Arbeitsplatz? Um gezielt an die richtigen Leute zu kommen, sollten daher nicht Fachkenntnisse und Erfahrungen an höchster Stelle stehen, sondern stattdessen die richtige innere Einstellung des Gegenübers. Was Menschen wissen, ist demnach weniger wichtig, als wer sie sind. Gerade die wesentlichen Merkmale eines Menschen verändern sich nicht – und können auch durch keinen Chef oder Abteilungsleiter umgedreht werden. Der Schlüssel zum Erfolg liegt demnach in einem mehrstufigen Auswahlprozess. Zwar bedeutet das einen höheren Aufwand bei der Mitarbeitersuche, der Betrieb muss mehr Zeit- und Personalressourcen in das Verfahren investieren. „Eine Firma darf hier jedoch nicht an der falschen Stelle sparen! Schließlich hat eine Einstellungsentscheidung eine erhebliche Tragweite. Und schlechte Arbeitsergebnisse, Störenfriede, verzögertes Wachstum und Abfindungen kommen viel kostspieliger als ein ausgiebiger Auswahlprozess“, betont Simone Stargardt. Die Guten von den sehr Guten unterscheiden. Werte und innere Haltung abklopfen. Den idealen Kandidaten für das Team ausfindig machen. Feststellen, ob jemand eine gute Mischung aus Energie, Humor, Teamgeist und Selbstvertrauen mitbringt. Das alles ist beim Bewerbungsverfahren zu bedenken. Mit herkömmlichen Einstellungstests oder klassischen Vorstellungsgesprächen kommen Unternehmen daher nicht sehr weit. Vielmehr gilt es, Eigenschaften und Charaktermerkmale, Wertekonformität und Motivation des Bewerbers zu entdecken. Eine kurze Phase der Probearbeit kann die Augen auf beiden Seiten öffnen, zumal sich auch die Kollegen vom Kandidaten einen Eindruck verschaffen können. „Manchmal muss ein Betrieb auch mutig sein und besser die vakante Stelle überhaupt nicht besetzen als einen ungeeigneten Bewerber ins Haus zu holen“, rät Jochen Stargardt. Wer die Auswahl streng gestalte, habe hinterher im Tagesgeschäft weniger Aufwand mit dem neuen Mitarbeiter; mit dem passenden Teammitglied werde die Zusammenarbeit zum positiven Selbstläufer. „Ganz nach dem bekannten Leitspruch: Hire hard and manage easy.“
    Text: Fröhlich PR – Bayreuth

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    Die richtige Einstellung ist wichtiger als Erfahrung

    wurde veröffentlicht am 10. März 2014 in der Rubrik Beruf - Bildung
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